
Videoarchiv, Künstlerische Forschung, Performance, Objekte
2025/ 2026
03.07.2026
17–19 UHR
Live Performance im Zuge des Sommerfest OÖKV
„ALLES IMMER ARBEIT"
gemeinsam mit:
raumarbeiterinnen (Simone Barlian, Theresa Muhl)
Victoria Schlögl
Johanna Charlotte Trede
Marta Beauchamp
Anna Weberberger
Das ARBEITSBEWEGUNGSARCHIV STAHLSTADT ist ein künstlerisch-forschendes Projekt der Linzer Künstlerin Sophie Netzer in Kooperation mit Kerstin Reyer. Das Projekt wurde mit dem Arbeitsstipendium der Stadt Linz 2025 ausgezeichnet und mit dem des Landes Oberösterreich 2026.
Im Zentrum des Projekts stehen die körperlichen Bewegungen, die durch Arbeit entstehen – insbesondere im Kontext der Linzer Stahlindustrie. Seit Jahrzehnten prägen industrielle Arbeitsprozesse nicht nur die Entwicklung der Stadt, sondern auch die Körper, Erfahrungen und Erinnerungen jener Menschen, die in ihr arbeiten oder gearbeitet haben.
Das Arbeitsbewegungsarchiv versteht diese Bewegungen als kulturelles Wissen und immaterielles Erbe. Durch Videoaufnahmen, Gespräche, Beobachtungen und performative Forschung werden Arbeitsbewegungen dokumentiert, gesammelt und archiviert. Dabei interessieren uns sowohl die konkreten Handgriffe und Bewegungsabläufe des Arbeitsalltags als auch die persönlichen Geschichten, Erfahrungen und Perspektiven der Beteiligten.
Aus dem entstehenden Archiv entwickelt sich eine künstlerische Auseinandersetzung, die in Form von Performances, Ausstellungen und digitalen Formaten sichtbar wird. Die dokumentierten Bewegungen werden dabei nicht nur bewahrt, sondern auch neu interpretiert und in einen zeitgenössischen künstlerischen Kontext überführt.
Das Projekt stellt Fragen nach dem Wandel von Arbeit in Zeiten von Digitalisierung, Automatisierung und technologischer Transformation: Was geschieht mit dem körperlichen Wissen, das über Generationen hinweg weitergegeben wurde? Welche Bewegungen verschwinden, welche entstehen neu? Und welche Rolle spielen diese Erfahrungen für das kollektive Gedächtnis einer Industriestadt?
Das Arbeitsbewegungsarchiv – Stahlstadt entsteht in enger Zusammenarbeit mit aktiven und ehemaligen Arbeiter*innen, Auszubildenden sowie Menschen, die mit der Stahlproduktion in Linz verbunden sind.
Konzept und Umsetzung: Sophie Netzer, Kerstin Reyer
Kamera + Support: Kristof Müllegger
Schnitt: Sophie Netzer, Kerstin Reyer
Performance im Video: Sophie Netzer
Live Performance: Sophie Netzer, Kerstin Reyer
Danke an: Maximilian Wiesinger, Felix Vierlinger, Marietta Atzmüller
supported by
Linz Kultur, Kultur Oberösterreich , OÖKunstverein